Dunkler Schreibtisch mit Kalender, Notizbuch, Stift und Kaffeetasse als Sinnbild für die Zeitplanung eines Website-Projekts

Wie lange dauert ein Website-Projekt? Ein realistischer Zeitplan

Nach dem Preis ist es fast immer die zweite Frage: Wie lange dauert das denn? Bei der Website-Projekt Dauer gibt es leider keine Zahl, die für alle passt – aber es gibt einen realistischen Rahmen. Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe, mit denen ich hier im Westerwald arbeite, liegt er zwischen sechs und zwölf Wochen von der ersten Skizze bis zum Livegang. Warum die Spanne so groß ist, was in dieser Zeit eigentlich passiert und woran es hakt, wenn ein Projekt sich zieht – darum geht es in diesem Beitrag.

Die kurze Antwort – und warum sie selten reicht

Eine klassische Unternehmensseite mit fünf bis acht Unterseiten braucht in der Praxis rund acht Wochen. Ein einfacher Onepager kann in zwei bis drei Wochen stehen. Eine Seite mit Buchungssystem, Shop oder mehrsprachigen Inhalten landet schnell bei drei bis vier Monaten.

Das Entscheidende dabei: Die reine Arbeitszeit am Rechner ist selten der Grund für lange Projekte. Ein Design zu bauen und technisch umzusetzen ist gut planbar. Was ein Projekt wirklich in die Länge zieht, sind Wartezeiten – auf Texte, auf Fotos, auf Rückmeldungen, auf Zugangsdaten zum alten Hosting. Deshalb lohnt es sich, den Ablauf einmal in Ruhe durchzugehen.

Die Phasen eines Website-Projekts

Phase 1: Kennenlernen und Konzept (1–2 Wochen)

Am Anfang steht kein Design, sondern ein Gespräch. Wen willst du erreichen? Was soll die Website konkret leisten – Anfragen bringen, Bewerbungen, Termine, Vertrauen? Welche Seiten braucht es dafür überhaupt? Daraus entsteht eine Seitenstruktur, die du absegnest, bevor irgendjemand eine Farbe aussucht.

Diese Phase wird gerne übersprungen, weil sie sich nicht nach Fortschritt anfühlt. Aus Erfahrung: Genau hier entscheidet sich, ob später drei Korrekturschleifen nötig sind oder eine.

Phase 2: Inhalte sammeln (1–4 Wochen)

Das ist der häufigste Flaschenhals, und zwar mit Abstand. Texte, Bilder, Logo in ordentlicher Auflösung, Öffnungszeiten, Leistungsbeschreibungen, Impressumsangaben – all das kommt aus deinem Betrieb, nicht von mir. Und der Alltag im Handwerk, in der Praxis oder im Ladenlokal geht ja weiter, während die Website entsteht.

Wenn du hier zügig lieferst, verkürzt sich die gesamte Website-Projekt Dauer oft um mehrere Wochen. Wenn Texte drei Wochen liegen bleiben, steht alles andere still. Auf Wunsch übernehme ich das Texten mit – das kostet extra, spart aber häufig genau diese Wartezeit.

Phase 3: Design und Entwurf (1–2 Wochen)

Jetzt entsteht das eigentliche Erscheinungsbild: Startseite und ein bis zwei typische Unterseiten als Entwurf, inklusive Handyansicht. Du siehst, wie deine Inhalte aussehen werden, und gibst Rückmeldung. Meistens braucht es ein bis zwei Runden, bis alle zufrieden sind.

Phase 4: Technische Umsetzung (2–4 Wochen)

Der Entwurf wird zur funktionierenden Website: alle Unterseiten, Formulare, Ladezeit-Optimierung, Datenschutz-Einstellungen, saubere Darstellung auf Handy, Tablet und Desktop. Diese Phase ist am besten kalkulierbar, weil sie fast vollständig bei mir liegt. Was dabei alles enthalten ist, siehst du auf der Seite Leistungen.

Phase 5: Korrektur, Test und Livegang (1–2 Wochen)

Du gehst alles in Ruhe durch, wir korrigieren Details, testen Formulare und Links, richten die Weiterleitungen von der alten Seite ein und schalten live. Danach folgt noch eine Nachlaufphase: Google muss die neue Seite erst einlesen, und erfahrungsgemäß fallen in den ersten zwei Wochen im echten Betrieb noch Kleinigkeiten auf.

Was die Website-Projekt Dauer in die Länge zieht

  • Fehlende Inhalte. Der Klassiker. Ohne Texte und Bilder kann niemand weiterarbeiten.
  • Zu viele Entscheider. Wenn vier Personen mitreden und sich nicht einig sind, dauert jede Freigabe doppelt so lang.
  • Wünsche, die unterwegs dazukommen. Ein Buchungssystem, ein Newsletter, plötzlich doch ein Shop – jede Erweiterung verschiebt den Termin. Das ist in Ordnung, solange man es offen ausspricht.
  • Externe Beteiligte. Der Fotograf, der Steuerberater fürs Impressum, der alte Hoster, der die Domain nicht herausrücken will.
  • Saisonale Spitzen. Wer im Sommer als Dachdecker durchgehend auf der Baustelle steht, hat abends keine Kraft mehr für Website-Texte. Das ist normal – man sollte es nur bei der Planung berücksichtigen.

Was du tun kannst, damit es schneller geht

Ein paar Dinge haben in meinen Projekten immer den größten Effekt:

  • Lege vor dem Start eine Person fest, die entscheidet und Rückmeldungen bündelt.
  • Sammle Inhalte schon während der Konzeptphase, nicht erst, wenn danach gefragt wird.
  • Blocke dir feste Termine für Feedback, statt es zwischen zwei Kundenterminen zu erledigen.
  • Sag früh, wenn du einen harten Stichtag hast – Messe, Eröffnung, Jubiläum. Dann planen wir rückwärts.
  • Sortiere vorhandene Fotos vorab aus. Zwanzig gute Bilder sind hilfreicher als vierhundert unsortierte.

Und wenn es wirklich schnell gehen muss?

Manchmal ist der Termin nicht verhandelbar: Die Geschäftseröffnung in Wissen steht fest, oder die alte Seite ist ausgefallen. Dann geht auch ein sehr kurzer Weg – aber ehrlich gesagt nur, wenn man den Umfang reduziert. Eine schlanke, sehr gute Seite mit vier Unterseiten in drei Wochen ist machbar. Zwölf Unterseiten in drei Wochen sind es nicht, jedenfalls nicht in einer Qualität, hinter der ich stehen möchte.

Der bessere Weg in solchen Fällen: mit einer reduzierten, aber vollständig fertigen Version starten und die restlichen Bereiche in den Wochen danach ergänzen. Eine Website ist ohnehin nie endgültig fertig.

Fazit: Plane mit acht Wochen, nicht mit zwei

Wer sechs bis zwölf Wochen einplant und die eigenen Inhalte frühzeitig vorbereitet, kommt in aller Regel entspannt und pünktlich ins Ziel. Wer mit zwei Wochen rechnet, wird enttäuscht – nicht weil die Umsetzung so lange dauert, sondern weil eine gute Website Abstimmung braucht. Und die lässt sich nicht beliebig zusammenstauchen.

Du überlegst, wann du dein Website-Projekt am besten startest, und möchtest wissen, was in deinem Fall realistisch ist? Melde dich einfach – ich schaue mir deine Situation an und nenne dir einen ehrlichen Zeitrahmen, ohne dass daraus gleich ein Auftrag werden muss. Hier geht es zum Kontakt für ein unverbindliches Gespräch.